Presse

Deutschlandfunk

24. Januar 2016

»Um wie viel stimmiger, eigenständiger und anspruchsvoller wirken da die musikalischen Stimmen (im Konzert des Zafraan Ensemble) von drei jungen Berliner Komponisten. Sie streben eine neue rhetorische Ausdruckskraft in der Musik an, ohne sie simplen Programmen zu unterwerfen. Die Musik des gebürtigen Israelis Eres Holz, eines ehemaligen Schülers von Hanspeter Kyburz, zählt zu den spannendsten Entdeckungen, die man beim Ultraschall Festival machen konnte. […] Die Musik von Johannes Boris Borowski klingt irrlichtern und exzentrisch: Dex heißt sein neues Ensemblestück, nach der Abkürzung eines Dopingmittels. Das Ensemblewerk Soma von Stefan Keller dagegen schraubt sich zunächst mit physischer Wucht in die Höhe – um sich anschließend Phasen eines nachhallenden Schwindels zu überlassen.« (Julia Spinola)

http://www.deutschlandfunk.de

Hundert 11 – Konzertgänger in Berlin

23. Januar 2016

»Je zwei Werke (von Johannes Boris Borowski, Eres Holz und Stefan Keller) spielt das hervorragende zehnköpfige Zafraan Ensemble unter der Leitung von Titus Engel: ein älteres für kleinere Besetzung und ein aktuelles fürs ganze Ensemble als Uraufführung. Alles unter dem etwas gesuchten Leitbegriff Klangrede, der es aber insofern doch trifft, als alle Stücke ohne Erläuterung für sich selbst sprechen […] Alles Stücke und Komponisten, die man gerne wiederhören möchte.« (Albrecht Selge)

www.hundert11.net

Badisches Tageblatt

05. Dezember 2015

»In Keys unternahm der Komponist Sven Daigger eine Reise zu unterschiedlichen Klanginseln. Das Trio für Violine, Klarinette und Klavier vibrierte im Kampf mit den unerbittlichen und harten Strukturen, wobei der markant fordernde wie federnde Rhythmus die Marschrichtung angab. […] Das exzellent aufspielende Zafraan Ensemble erhielt begeisterten Applaus.« (Karin Heineke-Dietz)

www.badisches-tagblatt.de

Neue Zeitschrift für Musik

01. März 2015

»Einen instruktiven Einblick in die momentan besonders lebendige Neue Musik-Szene Spaniens gewährt diese glänzende Einspielung des Berliner Zafraan Ensembles mit fünf KomponistInnen der mittleren Generation, darunter einige Erstaufnahmen. Strukturelle Komplexität und expressive Unmittelbarkeit gehen hier schillernde Symbiosen ein. […] Miguel Pérez Inesta, der Klarinettist des Zafraan Ensembles, hat Musik von Luys de Narváez aus dem 16. Jahrhundert zu einem Stück komprimiert, in dem die Renaissance-Vorlage Guárdame las Vacas quasi pointillistisch zerstäubt wird. In dieser wunderhübschen Zweiminuten-Miniatur offenbart und verdichtet sich die ganze Klangkultur der international besetzten Formation wie in einem Brennglas.« (Dirk Wieschollek)

www.musikderzeit.de

PdSK Longlist 2015/01

14. Januar 2015

Nominierung für die Bestenliste 2015/01 vom Preis der deutschen Schallplattenkritik in der Kategorie »Neue Musik«.

http://www.schallplattenkritik.de

klassik.com

17. November 2014

»Paradigmatisch für das Palimpsest-Phänomen sind bereits die klangtechnisch hervorragend eingefangenen Kompositionen auf der CD: Dabei zeigt Miguel Pérez Iñesta mit seinem 2013 entstandenen […] Arrangement des Satzes Guárdame las Vacas (1538) von Luys de Narváez, wie das Alte unter feinen Klangneubildungen verborgen werden kann, wie die Satzstrukturen sich in überraschende Farbkombinationen auflösen lassen und dadurch ein ständiges Funkeln erzeugen, das die historischen harmonischen Wendungen in ein neues, farbiges Gewand hüllt. […] Ganz gleich, welchen Aspekt von Palimpsesto man auch in den Blick nimmt: Die Produktion zeigt einmal mehr, dass sich das Label Testklang nicht mit herkömmlichen Veröffentlichungen zufrieden gibt, sondern auf das Besondere schaut, um dem Käufer ein qualitativ möglichst hochwertiges Ergebnis zu überantworten.« (Stefan Drees)

http://www.klassik.com

taz.die tageszeitung

09. Oktober 2014

»Die Idee des Überschreibens hat sich das junge Berliner Zafraan Ensemble für seine Einspielung Palimpsesto zu eigen gemacht. Geboten werden Werke jüngerer spanischer Komponisten, die Musik stammt aus diesem Jahrhundert – mit einer Ausnahme: Guárdame las Vacas des Renaissance-Komponisten Luys de Narváez erklingt in einer kammermusikalischen Bearbeitung von Miguel Pérez Iñesta, dem Klarinettisten des Ensembles. Hier wird das Konzept des Palimpsests am eindeutigsten auf Musik angewandt.« (Tim Caspar Boehme)

http://www.taz.de

Financial Times

24. Juni 2014

»The bizarre location lends a strong element of magic to this new production, but the evening’s greatest strengths are musical. David Robert Coleman leads the assured players of the Opera Lab Berlin in a taut, engrossing account of the score.« (Shirley Apthorp)

http://www.ft.com

Tagesspiegel

23. Juni 2014

»Wundersame lyrische Korrespondenzen ergeben sich daraus unter den Musikern und Sängern, Echos, skelettierter Ausdruck, Flageoletts und Klappengeräusche, verfremdete oszillierende Klänge. Die Macht des Tons (etwa des Cellos von Martin Smith) dominiert in der Hörlandschaft, die David Robert Coleman beherrscht.« (Sybill Mahlke)

http://www.tagesspiegel.de

Berliner Zeitung

22. Juni 2014

»Die Instrumentalisten erweitern diesen Klangraum des Hechelns und Zitterns, des Schwellens und Bellens mit großer Kunst und einigem Vergnügen. Sciarrinos Musik packt mit klaren Kontrasten der Situationen, die sich in der Instrumentierung (oder im Fehlen derselben) abbilden.« (Jan Brachmann)

http://www.berliner-zeitung.de

Tagesspiegel

24. März 2014

»Rasche, der für ein ganz eigenes Musiktheater steht, hat sich vom Komponisten Ari Benjamin Meyers eine minimalistische Partitur für drei Musiker und einen Tenor (toll: Guillaume Francois) schreiben lassen, die Stockmanns Text furios antreibt und in Sphären jenseits der Probleme mit Neoliberalismus und Libido hebt.« Patrick Wildermann

http://www.tagesspiegel.de

nachtkritik.de

21. März 2014

»Ari Benjamin Meyers hat für diesen Anlass eine kompetent hypnotisierende Philip-Glass-Imitation komponiert, die Robert-Wilson-Schüler Rasche naturgemäß entgegenkommt: Ein pulsierender Teppich repetitiver Muster, aus dem immer wieder sehnsüchtige Cello-Kantilenen aufsteigen und zu dem der fabelhafte Tenor Guillaume Francois mal weich ausschwingende, mal peitschend abgehackte Vokalisen beisteuert. Das Ergebnis ist ein Drei-Stunden-Musik-und-Text-Theater zum Wahnsinnigwerden und Dahinschmelzen, ein Abend, den man entweder ergriffen und mitgerissen aufsaugt oder Haare raufend verlässt.« (André Mumot)

http://www.nachtkritik.de