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Speak Boldly – The Julius Eastman Dance Project by Company Christoph Winkler

06. Dezember 2018

Das Projekt ist eine musikalisch-choreografische Auseinandersetzung mit dem Werk des 1990 verstorbenen afroamerikanischen Komponisten Julius Eastman unter besonderer Berücksichtigung der Werkgeschichte von Minimal Music und zeitgenössischem Tanz. Es erweitert das Spektrum des bekannten Kanons für musikalische inspirierte Tanzwerke der Minimal Art und ergänzt es um eine bis jetzt kaum gehörte Stimme. Um dies zu ermöglichen bringt es mehr als 20 Künstler mit verschiedensten kulturellen Hintergründen zusammen. J. Eastman, geboren 1940 in Ithaca New York, war eine der seltenen Mehrfachbegabungen der Musikgeschichte. Er war Musiker, Komponist, Sänger und Tänzer. Bereits als Kind erhielt er Klavierunterricht und begann wenig später eine Tanzausbildung. Er verfügte über eine außergewöhnlich tiefe Singstimme. Sehr schnell sorgte sein Talent für viel Aufsehen. Dementsprechend arbeitete er mit so unterschiedlichen Künstlern wie Morton Feldman, Pierre Boulez, Meredith Monk oder Arthur Russel. Seine Kompositionen wurden erfolgreich in Amerika und Europa aufgeführt. Als offen schwuler Afroamerikaner in einer von Weißen dominierten Kunstform gelang es ihm allerdings nicht wirklich Teil der Szene zu werden. Er starb vereinsamt und obdachlos nach einer langen Phase des Drogenmissbrauchs. Mit ihm ging auch ein Großteil seiner Kompositionen verloren. Dank zahlreicher Rekonstruktionen wird sein Werk in den letzten Jahren wiederentdeckt und international gefeiert. Mit diesem Projekt versuchen wir nun für drei Stücke Eastmans „Gay Guerrilla“, „The Holy Presence of Joan d‘Arc“ und „Femenine“, eine choreographische Übersetzung zu finden die sich verstärkt auf die rhythmischen Aspekte und die Programmatik seiner Musik konzentriert. Dabei gehen wir von der hypothetischen Frage aus: Was wäre gewesen wenn Eastman Teil des musikalischen Kanons geworden wäre? Welche Inspirationen hätte der Tanz aus seiner Version ziehen können?

Künstlerische Leitung: Christoph Winkler | Von und mit: Aloaii Tapu, Jahra ‚Rager‘ Wasasala, Karima Amrani, Lois Alexander, Lisa Rykena, Zen Jefferson, Christofer Medina  | Co-Choreographie für Feminine: Zen Jefferson | Musik: Zafraan Ensemble & Guests | Arrangement: Clemens Hund-Göschel | Produktionsleitung: Laura Biagioni | Lichtdesign, Technische Leitung: Claes Schwennen | Bühnenbild: Valentina Primavera | Kostümbild: Raki Fernandez
Eine Produktion von Company Christoph Winkler. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds, von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa und der Augstein-Stiftung. Medienpartner: taz. die tageszeitung

Samir Odeh-Tamimi: Li-Sabbrá (Arr. for Tenor-Bass Trombone & Percussion)

16. März 2020

Li-Sabbrá (Arr. for Tenor-Bass Trombone & Percussion)

Trombone: Stephen Menotti

Percussion: Daniel Eichholz

WHOLE BODY LIKE GONE

10. März 2018

10. & 11.03.2018: Radialsystem V, Berlin
03. & 04.05.2018: Gare du Nord, Basel

Dénise Beck (Sopran), Zafraan Ensemble
Komposition: Evan Gardner
Regie: Ulrike Schwab
Ausstattung: Cora Saller
Dramaturgie: Isabelle Kranabetter
Video: Martin Mallon
Künstlerische Leitung: Clemens Hund-Göschel

Eine Produktion des Zafraan Ensemble in Kooperation mit dem Radialsystem V und dem Gare du Nord Basel. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds, vom Land Berlin, dem Fachausschuss Musik BS/BL und der Gwärtler Stiftung.

Klangrede

01. Februar 2018

Musik von Johannes Boris Borowski, Eres Holz und Stefan Keller
Titus Engel (Dirigent)
Zafraan Ensemble: Liam Mallett (Flöten), Miguel Pérez Iñesta (Klarinetten), Martin Posegga (Saxophone), Anna Viechtl (Harfe), Daniel Eichholz (Schlagwerk), Clemens Hund-Göschel (Klavier), Emmanuelle Bernard (Violine/Viola), Josa Gerhard (Viola/Violine), Martin Smith (Violoncello) und Beltane Ruiz Molina (Kontrabass)

Démesure – Ein Musiktheater

20. März 2015

Ein Musiktheater mit Werken von Franck Bedrossian, Christophe Bertrand, Raphaël Cendo, Martin Grütter, Johannes Kreidler, Sarah Nemtsov und Alexander Schubert.

Die Welt ist zu klein. Sie ist zu groß.
In Démesure wird die Sehnsucht der jungen Generation erkundet, einer von Informationen übersättigten Gegenwart gerecht zu werden. Ständig scheint die Welt näher zu rücken und offenbart gerade dadurch ihr Unmaß: Ihre Komplexität ist unendlich, die Vernetzung unberechenbar. Unüberschaubar sind die Optionen, die sich auftun, Macht und Ohnmacht liegen nah beieinander.
Démesure reagiert hierauf in Gestalt einer „mise en corps“ zu aktueller Musik französischer und deutscher Komponisten, die der Schönheit der Fülle die bedrückende Vorstellung einer gleichzeitigen Ausdehnung und Verdichtung gegenüberstellen. Musikalisch und szenisch wird das Publikum eingeladen, dieser Ambivalenz gemeinsam mit den Ausführenden nachzuspüren.

Konzept, Regie: Aliénor Dauchez
Choreografie: Sergiu Matis
Musikalische Leitung: Clemens Hund-Göschel, Miguel Pérez Iñesta
Ausstattung: Michael Kleine
Assistenz: Lisa Fütterer
Bühnenbau: Lichtblick Bühnentechnik
Lichtdesign: Susana Alonso
Dramaturgie: Janis El-Bira
Produktion: Sebastian Solte
Zafraan Ensemble: Liam Mallet (Flöte), Miguel Pérez Iñesta (Klarinette), Martin Posegga (Saxophon), Anna Viechtl (Harfe), Daniel Eichholz (Percussion), Clemens Hund-Göschel (Piano), Wojciech Garbowski (Violine), Ildiko Ludwig (Viola), Martin Smith (Violoncello), Antoine Daurat (Elektronik)

Eine Produktion des Zafraan Ensemble in Kooperation mit La Cage und Per Aspera. Gefördert von: Kofinanzierungsfonds Berlin, Impuls Neue Musik, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Initiative Neue Musik Berlin, Konzert des deutschen Musikrates. Mit freundlicher Unterstützung von: Ehemaliges Stummfilmkino Delphi, Lichtblick Bühnentechnik.