Szenische Weltpremiere von »Hypermusic Prologue«

news_2013-09_hypermusic01 Hypermusic Prologue © Aron Kitzig & Fabian Lefelmann
news_2013-09_hypermusic02 Hypermusic Prologue © Aron Kitzig & Fabian Lefelmann
news_2013-09_hypermusic03 Hypermusic Prologue © Aron Kitzig & Fabian Lefelmann
news_2013-09_hypermusic04 Hypermusic Prologue © Aron Kitzig & Fabian Lefelmann

13. September 2013

Das Zafraan Ensemble präsentiert die szenische Weltpremiere der Kammeroper »Hypermusic Prologue« von Hèctor Parra und Lisa Randall in der Regie des Götz-Friedrich-Preisträgers Benjamin Schad: am 4., 5. und 6. Oktober 2013 in den Sophiensaelen Berlin und am 16., 17. und 18. Oktober 2013 im Gare du Nord Basel.

Wenn sich der extradimensionale Raum unerkennbar vor unseren Augen befindet, können wir ihn wenigstens hörend erahnen? Inspiriert vom Bestseller Warped Passages schuf Hèctor Parra gemeinsam mit der Harvard-Physikerin Lisa Randall eine Kammeroper über verborgene Universen, existenziellen Forschungsdrang, die Grenzen des Verstehens und beziehungsreiche Abhängigkeiten in der sogenannten realen Welt.

Mit dem englischsprachigen Libretto von Hypermusic Prologue knüpft Lisa Randall an ihre populärwissenschaftlichen Bücher an, in denen der Versuch unternommen wird, den fünfdimensionalen Hyperraum möglichst allgemeinverständlich zu erklären. Im Zentrum der Handlung steht eine Wissenschaftlerin, die sich im Spannungsfeld zwischen der Liebe zu ihrem Partner und ihrer Leidenschaft für Theoretische Physik bewegt. Im Verlauf der Oper begibt sich die Protagonistin in die fünfte Dimension, während ihr Partner an die normale Raumzeit gebunden bleibt. Hèctor Parra hat für diesen Stoff eine sehr sinnliche und energetische Musiksprache gefunden, die es den Zuhörern auch dank raffinierter psycho-akustischer Effekte ermöglicht, die theoretisch komplexe Hyperrealität ebenso emotional wie intellektuell zu erleben. Dabei wird das Publikum auf eine bisweilen bizarr-absurde Reise mitgenommen, in deren Verlauf sich Berührungspunkte zu Parallelwelten streifen lassen, aber auch Zugänge ins Innere erfahren werden können.

Hypermusic Prologue wurde vom Ensemble Intercontemporain und dem IRCAM-Centre Pompidou in Auftrag gegeben und im Juni 2009 mit einer Videoprojektion von Matthew Ritchie und in der räumlichen Gestaltung von Paul Desveaux im Centre Georges Pompidou in Paris uraufgeführt. Nun erfährt Hypermusic Prologue seine szenische Weltpremiere in der Regie von Benjamin Schad (Götz-Friedrich-Preisträger 2012). Für die Aufführungen in den Sophiensaelen Berlin (4., 5. und 6. Oktober 2013) und dem Gare du Nord Basel (16., 17. und 18. Oktober 2013) konnte mit Johanna Greulich (Sopran) und Robert Koller (Bariton) eine hochkarätige Sängerbesetzung gewonnen werden. Manuel Nawri dirigiert die acht Instrumentalisten des Zafraan Ensemble, die im IRCAM von Thomas Goepfer designte Live-Elektronik steuert Wolfgang Heiniger.

Termine
Sophiensaele Berlin: 4., 5. und 6. Oktober 2013, 20 Uhr
Gare du Nord Basel: 16., 17. und 18. Oktober 2013, 20 Uhr, Rahmenprogramm ab 18.30 Uhr
Instituto Cervantes Berlin, 1. Oktober 2013, 20 Uhr: Einführungsveranstaltung mit Hèctor Parra, Elena Mendoza (Komponistin), Enno Poppe (Komponist) und Prof. Stefan Koelsch (Neurowissenschaftler und Musikpsychologe), moderiert von Jens Schroth (Staatsoper Berlin); Eintritt frei, mit Simultanübersetzung.

Besetzung und Mitwirkende
Benjamin Schad (Regie), Tobias Flemming (Bühne, Kostüme), Aron Kitzig (Licht, Video), Joshua Wicke (Dramaturgie), Manuel Nawri (Musikalische Leitung), Johanna Greulich (Sopran), Robert Koller (Bariton), Zafraan Ensemble, Wolfgang Heiniger und Hadas Pe’ery (Klangtechnik, Elektronik), Clemens Hund-Göschel und Sebastian Solte (Produktionsleitung)

Eine Produktion des Zafraan Ensemble in Koproduktion mit Gare du Nord Basel und Sophiensaele Berlin.
Gefördert von Hauptstadtkulturfonds, Ernst von Siemens Musikstiftung, Spanische Botschaft Berlin, Fachausschuss Musik BS/BL, Ernst Göhner Stiftung und Jubiläumsstiftung der Basellandschaftlichen Kantonalbank.
Unterstützt von Instituto Cervantes, Institut Ramon Llull, Einstein Forum und Klangzeitort Institut für Neue Musik sowie den Medienpartnern Opernwelt, rbb Kulturradio, concerti und taz.die tageszeitung.