UA Berlin – Die 1930er: Kein Ort, nirgends

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16. Oktober 2020

Das Zafraan Ensemble feiert sein 10-jähriges Jubiläum! Im dritten Konzert der Reihe geht es um Heimatlosigkeit.

Kunstbunker, Reinhardtstr.20, 10117 Berlin - 20.11.2020 um 18h und um 20h30

Tickets: https://www.eventbrite.de/o/zafraan-ensemble-14622931981

In einer Reihe mit zehn Kammerkonzerten wird die Geschichte Berlins von den 1910er Jahren bis heute als eine musikalische erzählt. Jeder der Abende steht für eine Dekade, bei dem ein in diesem Jahrzehnt in Berlin uraufgeführtes Werk den programmatischen Auslöser bildet.

Das dritte Konzert der UA Reihe beleuchtet den Heimatverlust der 1930-ger Jahre, in denen alles auseinander fliegt. Eben noch hört Berlin eine Uraufführung des weltberühmten Stravinsky, und plötzlich ist alles anders. Viele gehen, manche gehen in sich, und ‚arrangieren‘ bekommt eine Bedeutung außerhalb des Musikalischen. Paul Dessaus 1935 komponierte Suite wird erst 1989 uraufgeführt, da hören wir dann auch die restlichen Sätze. Rudolf Wagner-Régeny kommt so durch und bleibt nicht unverwundet. Paul Hindemith hat viele Schüler allerorten und gründet dennoch keine Tradition. Den Rekord der meisten Schüler*innen aber hält bis heute ein Komponist: Carl Orff.

Igor Stravinsky (1882-1971) Duo concertant (1932, UA (UA Berlin 1932)
Paul Dessau (1894-1979) 1. und 2. Satz aus : Suite für Altsax., Klavier (Berlin 1989)
Paul Dessau Main Herz, main Herz für Gesang nach einer jiddischen Volksweise (1936)
Rudolf Wagner-Régeny (1903-1969) Liebeslied (1950)
Paul Hindemith (1895-1963) Solo – Arioso – Duett aus: Trio für Klavier, Bratsche und Tenorsaxophon op. 47 (1928)
Carl Orff (1895-1982) aus: Musik für Kinder (1930-1935, 1954) Orff-Instrumente
Darío Guerrero (*1987) Tres Intensidades (UA, 2020)
Etienne Haan (*1992) Standing for/by (UA, 2020)

Zafraan Ensemble

Moderation: Mark Scheibe

Künstlerische Leitung: M. Smith, J. Gerhard, C. Hund-Göschel
Konzept: M. Smith, S. Weihrauch, S. Solte, J. Gerhard

Eine Konzertreihe des Zafraan Ensemble. Gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, der Ernst von Siemens-Musikstiftung und der Dwight und Ursula Mamlok-Stiftung.